Systemische Paartherapie

Ziele und Inhalt

Das zentrale Ziel des Curriculums ist es, die Praxiskompetenzen der Teilnehmer*innen im anspruchsvollen Setting der systemischen Paartherapie zu erweitern. 

Neben Theorie-Inputs wird besonderer Wert gelegt auf erfahrungsorientierte Lernformen wie Übungen, Rollenspiele, Live- Demonstrationen sowie themenzentrierte Selbsterfahrung.

Zur Vertiefung der Inhalte und besseren Verankerung der erworbenen Kompetenzen und Fertigkeiten in der individuellen Praxis der Teilnehmenden ist eine begleitende Supervision Teil des Curriculums.

Sechs Workshops

  1. „Der Tanz des Paares“ Grundlagen systemischer Paartherapie und Paarmuster 
    • Einführung in die systemische Paartherapie
    • Schaffung eines sicheren, therapeutischen  Raumes
    • Erkennen und Beschreiben von kognitiv-emotionalen Mustern und Dynamiken
  2. „Aufforderung zum therapeutischen Tanz“ Auftrag und therapeutische Triade
    • Nutzung der Paarmuster im therapeutischen Kontext
    • Haltung des/r Therapeut*in, implizite und explizite Einladungen
    • Auftragsklärung, Kontrakt, Prozesssteuerung und Containment
  3. „Vergangenes im aktuellen Tanz des Paares“ Paargeschichte und Biographie integrieren
    • Auswirkungen von Erfahrungen in der Vergangenheit (Herkunftsfamilie, Paargeschichte) auf die gegenwärtige Beziehung
    • Umgang mit Hypotheken aus der Paargeschichte
    • Aufgaben, Rituale und Interventionen
  4. „Neue Tanzschritte“ Interventionen und Methoden
    • Entwicklung und Umsetzung von Interventionen zur Anregung von Wachstums- und Veränderungsprozessen
    • Anwendung von kommunikations-, erlebnis- und achtsamkeitsorientierten Methoden
  5. „Der intime Tanz“ Sexualität und Körperlichkeit
    • Intimität, Körperlichkeit und Sexualität als ein zentrales Thema und Ressource in der Entwicklung im Paarkontext
    • Vielfalt: Sex und Gender
    • Interventionen und Methoden der Sexualberatung
  6. „Der Tanz zu Dritt“ Außenbeziehungen und Fremdgehen
    • Herausforderungen in der Paarbeziehung durch Außenbeziehungen, „Untreue“ und Neuorientierungen im Außen, Polyamorie
    • Bindungsverletzungen bearbeiten, Differenzierungen fördern
    • Kursabschluss
Zielgruppe des Kurses
  • Einzeltherapeut*innen und -berater*innen mit Grundkurs in Systemischer Familientherapie, die ihre Kompetenzen im Hinblick auf die Arbeit mit Paaren erweitern wollen
  • Paartherapeuten*innen und -berater*innen mit Grundkurs in Systemischer Familientherapie, die ihre paartherapeutische Praxis um systemische Perspektiven und Methoden erweitern wollen
  • Familientherapeut*innen und -berater*innen in Ergänzung zum Aufbaukurs, um einen Schwerpunkt in der Paartherapie zu legen
Teilnahmevoraussetzungen
  • Grundkurs „Paar- und Familientherapie / Systemische Kompetenz“ oder äquivalente Weiterbildung bzw. Erfahrungen mit systemischen Grundannahmen und Haltungen
  • Möglichkeit zur praktischen Arbeit mit Paaren
Struktur und Umfang
  • 6 Kurswochenenden
  • freitags von 15.30 – 19.00 Uhr und samstags von 9.00 – 18.00 Uhr
  • verteilt auf den Zeitraum von ca. 1 Jahr
  • in einer Gruppe von ca. 16 Teilnehmer*innen
  • mit einer Leitung und wechselnden Co-Leitungen
  • Supervision (15 UE) begleitend
Abschluss und Anerkennung

Teilnahmebescheinigung über Umfang und Inhalt der Weiterbildung

Kosten

1850,- €
zahlbar in Raten

Dozent*innen

Frank Heinicke

Diplom Religionspädagoge (FH), Dipl. Sozialarbeiter (FH). M.A. Supervisor (DGSv), Systemischer Therapeut (SG), EFT Therapeut. Weiterbildungen Sexualberatung am EZI Berlin, Hypnotherapie am ME Institut Rottweil u.a. 

Tätigkeiten in der Paar- Männer- und Sexualberatung bei Pro Familia, in der Familienberatung, und in der Ausbildung von Erzieher*innen, aktuell Berater an einer psychologischen Beratungsstelle. Paartherapeutische Arbeit in eigener Praxis seit 2004, Supervisiorische Arbeit seit 2014.

Schwerpunkte: Therapeutische Arbeit mit Paaren (in freier Praxis und Beratungsstelle), Supervision von Teams und Leitungspersonen in psychosozialen Arbeitsfeldern. 

Verheiratet, ein Kind.

Kontakt:
Tel.: 017621833172,  email: info@heinicke-therapie.de

Jutta Hühner

Dipl Sozialpädagogin, Klientenzentrierte Gesprächsführung (GwG), Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF), Systemische Sexualtherapie (igst), Koordinatorin im Familienrat, Netzwerkkonferenzen und versammelnde Methoden des Helfens (FH;P)

Tätigkeiten in der offenen, ambulanten und stationären Jugendhilfe, in der sozialen Medienarbeit, aufsuchende Familienberatung, Beraterin in Familienberatungsstelle, Koordinatorin Familienrat, paartherapeutische Arbeit in freier Praxis.

Schwerpunkte: Koordination Familienrat / conference-Verfahren, systemische Paar- und Sexualtherapie, Familientherapie

Mitglied einer großen Familie 

Kontakt:

email: juttahuehner@posteo.de

Klaus Osthoff

Diplompädagoge, Systemischer Paar- und Familientherapeut, Supervisor und Lehrender für Systemische Therapie (DGSF), seit 1990 Paar- und Familientherapie in eigener Praxis in Freiburg

paar- und familientherapeutische Tätigkeit am Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

langjährige Eltern- und Familienberatung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe

Supervision für psychosoziale Arbeitsfelder und Institutionen

Mittwochsrentner 

Petra Frey-Roesler

Diplom Pädagogin, Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF). Ausbildung am IFT Weinheim, Ausbildung in Klientenzentrierter Gesprächsführung (GWG) und Focusing. Lehrende für Systemische Therapie und Beratung (DGSF), Lehrerin für Achtsamkeit (MBSR) und Autogenes Training.

Tätigkeit in der Psychologischen Beratungsstelle für Ehe-Familien und Lebensfragen.

Lehraufträge an der KH Freiburg für Systemische Methoden und Stressbewältigung durch Achtsamkeit und Selbstmitgefühl.

Schwerpunkte Systemische Einzel-Paar- und Familienberatung, Achtsamkeit in Einzel- und Gruppenkontexten.

Verheiratet, 1 Tochter.

Termine und Anmeldung

Ihr Interesse für unseren nächsten Kurs ‚Systemische Paartherapie‘ bitte hier anmelden!

Der nächste Kurs „Systemische Paartherapie“ startet im Herbst 2024