Seminare und Vorträge


 


 

 

Seminar     Februar - Juli (5 x 2 Tage, Fr. und Sa.)

Achtung: Seminar wird um 2 x 2 Tage verlängert

Zusatztermine: 11. / 12. 01. 2019 und 21. / 22. 02. 2019

Kursgebühr pro Tag: 200,- €

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das FFAK-Sekretariat ( info@ffak.org )

 

Arbeiten in Organisationen: Beraten, Mitarbeiten, Leiten

Prof. Dr. Wilhelm Backhausen

Die zunehmende Komplexität im gesellschaftlichen Geschehen stellt nicht nur den psychotherapeutischen Bereich, sondern auch Organisationen vor neue Herausforderungen. Dabei hat sich der systemisch-konstruktivistische Zugang besonders bewährt.
Aufbauend auf diesem Ansatz sollen in dieser Weiterbildung die Prozesse in Organisationen betrachtet und Interventionsmöglichkeiten erarbeitet werden.

Thematische Schwerpunkte:
• Was ist ein angemessenes Organisationsverständnis in einem komplexen Umfeld?
• Was sind Bedeutung und Funktion von Person und Rolle?
• Welche Konsequenzen für den Umgang mit Konflikten lassen sich daraus ableiten?
• Welche veränderten Aufgaben stellen sich damit für Führung?

Ziel ist es, die so gewonnenen Kenntnisse auf Beraten, Mitarbeiten oder Leiten im organisationalen Rahmen anzuwenden.
Ausgangspunkte werden Coachinggespräche zu konkreten Anliegen der Teilnehmenden und Supervision zu organisationalen Themen sein.

Zielgruppe

Der Kurs richtet sich an Interessierte, die z.B.
• ihre Kompetenz in Richtung Beratung von Organisationen und Coaching ausbauen möchten.
• anstreben die (Weiter-)Entwicklung von sozialen bzw. pädagogischen Einrichtungen professionell zu begleiten.
• ihr Tätigkeitsfeld um Unternehmensberatung und Coaching von Führungskräften erweitern wollen.
• als Mitarbeitende oder Führungskräfte die Zukunft ihrer Organisation positiv gestalten möchten.

Dozent

Die Weiterbildung wird von Prof. Dr. Wilhelm Backhausen geleitet. Er ist Honorarprofessor an der European Business School Wiesbaden und Gründer des Beratungsunternehmens “Complex Change” mit den Schwerpunkten systemische Beratung und Coaching von Führungskräften. Er übt seit vielen Jahren Lehrtätigkeiten in systemischem Management, Personal- und Organisationsentwicklung sowie Coaching aus.

Organisatorischer Rahmen:

Umfang:   5 Wochenendblöcke (Freitag und Samstag, jeweils 10 – 17 Uhr)
Auf Wunsch und bei ausreichend großer Nachfrage kann das Seminar noch durch ein zusätzliches Wochenende und mehrere Supervisionstage ergänzt werden, die dann gesondert berechnet werden.

Ort:   Freiburg; Pädagogische Hochschule
Teilnehmerzahl:  12 – 18 Personen
Gebühren:  2.200,- €
Eine mögliche Verlängerung wird gesondert berechnet.

Anmeldeschluss: 23. 1. 2018

Buchveröffentlichungen des Dozenten:
1. Backhausen / Thommen: Coaching, (3. Auflage) Gabler Verlag Wiesbaden 2006
2. Backhausen / Thommen: Irrgarten des Managements, Versus Verlag Zürich 2007
3. Backhausen: Management  2. Ordnung, Gabler Verlag Wiesbaden 2009


 

Workshop 29./30.3.2019

KiT - Kinder in Trennungsprozessen
Ein familientherapeutischer Ansatz für die Arbeit mit Kindern und ihren Familien nach einer elterlichen Trennung

 

Dipl.Psych. Annegret Weiß und
Dipl. Heilpädagoge Sebastian Funke, Dresden

Das Anmeldeformular erhalten Sie hier

KiT - Kinder in Trennungsprozessen
Ein familientherapeutischer Ansatz für die Arbeit mit Kindern und ihren Familien nach einer elterlichen Trennung

Nach einer Trennung suchen viele Eltern für ihre Kinder und für sich selbst Unterstützung. Die einschneidenden Veränderungen im Alltag, die Neuorganisation der Familie und die emotionale Verarbeitung stellen für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Für Eltern ist es entlastend, wenn sie ihren Kindern, insbesondere bei der emotionalen Bewältigung der Trennung, Hilfe und Unterstützung zugänglich machen können. Gelingt es uns Fachkräften hier, ein adäquates Angebot zu gestalten, entsteht auch für die Eltern und weitere Familienmitglieder ein Möglichkeitsraum, in dem neue Impulse für die Trennungsverarbeitung genutzt werden können. Im besten Fall entwickelt sich ein Prozess, in dem das gesamte Familiensystem in ein neues Gleichgewicht finden kann.

Dieses Seminar bietet Fachkräften, die mit Familien in Trennung arbeiten, einen lebendigen Einblick in ein praxiserprobtes Konzept, das sich für die Arbeit in Einzel- und Gruppensettings eignet. 
Es wird ein Vorgehen vermittelt, welches einerseits eine therapeutische Unterstützung für das Kind darstellt, als auch Zugänge zu konfliktbelasteten Eltern ermöglicht und das gesamte Familiensystem bewegt.
Ein besonderer Fokus ist hierbei auf kommunikative Aspekte und die Interaktion zwischen den Familienmitgliedern gerichtet. Beziehungsstärkende Interventionen begleiten den gesamten Prozess, in den die Kinder und ihre Eltern einbezogen werden. Der Blick der Eltern wird verstärkt auf das Kind gerichtet, zudem bekommen sie Anregungen zur eigenen Trennungs-verarbeitung und Impulse, etwas für ihr Kind zu verändern.
In der direkten Arbeit mit den Kindern liegen die Schwerpunkte des Konzeptes auf der emotionalen Verarbeitung, der Verortung im veränderten Familiensystem, einer Integration der Trennung in die eigene Biografie, dem Umgang mit den elterlichen Konflikten sowie einer Selbstwertstärkung durch die positive Annahme von väterlichen und mütterlichen Anteilen.
Die verschiedenen methodischen Schwerpunkte werden anhand von vielfältigen Fallbeispielen, Videosequenzen, erlebnisorientiertem Arbeiten in Kleingruppen und der Vermittlung allgemeiner Arbeitsprinzipien anwendungsnah vermittelt.

 

Referenten:

Annegret Weiß: Psychologische Beraterin in Integrierter Familienorientierter Beratung, Systemische Therapeutin / Paar- und Familientherapeutin (DGSF) sowie Lehrende für Systemische Therapie i.A. Seit 2005 in der Lebens-, Paar- und Familienberatung in Halle und Leipzig tätig und seit 1998 Dozentin für Deutsch als Fremdsprache.

 

Sebastian Funke: Dipl. Heilpädagoge, Systemischer Therapeut / Paar- und Familientherapeut sowie Lehrender für Systemische Therapie (DGSF). Langjährige Erfahrung im Rahmen der ambulanten und stationären Jugendhilfe. Seit 2006 in Lebens-, Erziehungs- und Familienberatungsstellen in Leipzig tätig.

 

Beide Referenten führen seit mehr als zehn Jahren Gruppen- und Einzelangebote für Kinder getrennter Eltern durch. Hierzu haben sie ein familientherapeutisches Konzept entwickelt und in einem Praxishandbuch veröffentlicht.
ISBN: 978-3-8080-0830-0 Bestell-Nr.: 4363
www.verlag-modernes-lernen.de

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Seminar 24. - 25. 5. 2019

Ganzheitlichkeit und Handwerkszeug -

Brückenschläge zwischen systemischer Therapie und Verhaltenstherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dr. med. Kristin Zebisch, Freiburg

Dr. med. Csilla Schneider, Freiburg 

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Im Spannungsfeld zwischen Akutpsychiatrie und Psychotherapie ist es notwendig, ein vielfältiges Handwerkszeug zu haben. Dabei ist es häufig sinnvoll flexibel mit  Interventionen jonglieren zu können, wenn möglich unabhängig von der therapeutischen Schule, aus der sie stammen.
Im Workshop soll es darum gehen, diese Jonglage zu üben und - mit Blick auf‘s Familiensystem - insbesondere verhaltenstherapeutische Methoden zu lernen und zu nutzen.
Dafür kombinieren wir Elemente der DBT-A, klassischer Verhaltensanalysen sowie systemischer Methoden und geben einen Einblick in die Arbeit mit inneren Systemen (IFS) mit dem Fokus auf dem Spagat zwischen individuellem Erdenken und praktischem Erleben sowohl für den Einzelnen als auch für sein System.

Dozentinnen

Kristin Zebisch ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, seit 2011 an der Uniklinik Freiburg tätig. Zertifikat als systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin. Aus-, Fort- und Weiterbildung bei Jochen Kaltschmitt, Helmut Wetzel und Tom Holmes.

Csilla Schneider ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, seit 2001 an der Uniklinik Freiburg tätig. Zertifikat als systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin und DBT-Therapeutin. Aus-, Fort- und Weiterbildung bei Helmut Wetzel und Tom Holmes.
 

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Film mit Diskussion 16. 10. 2019

Er - Sie - Ich: Rekonstruktion einer Trennung

Film von Carlotta Kittel

Diskussionsleitung: Klaus Osthoff

Dieser preisgekrönte Film zeigt die unterschiedliche Konstruktion der Geschichte einer Trennung durch die beiden ehemaligen Partner und die Herausforderung für das betroffene Kind, sich eine eigene Geschichte zu erzählen.

Zeit: Mittwoch, 16. 10. 2019, 19 Uhr

Ort: Konferenzraum der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, 2. OG, Hauptstr. 8 in Freiburg

Gebühr: 5,- €

Eine Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht erforderlich.

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Workshop  9. 11. 2019

Supervisionstag zur Arbeit mit Geflüchteten und Migrant*innen

Dipl.Psych. Dipl.Soz.Päd. Ingrid Nazary, Freiburg
Prof. Dr. med. Michael Wirsching, Freiburg

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Die Arbeit mit Geflüchteten und Migranten ist komplex. Im Workshop soll das interkulturelle Systemverständnis und Intervenieren reflektiert und an Beispielen der Teilnehmer*innen geübt werden. Dazu gehört auch die Arbeit mit Sprach/Kulturmittler*innen. Meist sind traumatische Erfahrungen zu berücksichtigen und die Kenntnis der sozialen und rechtlichen Besonderheiten. Supervisorisch werden auch Genogramm, Skulptur und Simulationen eingesetzt. Offen für alle die mit Migrant*innen oder Geflüchteten arbeiten oder daran interessiert sind.

Dozent*innen
Ingrid Nazary, Dipl.Psych., Dipl.Soz.Päd., seit 1991 psychotherapeutische Praxis, tiefenpsychologisch mit traumatherapeutischer Ausbildung.
1997 Gründungsmitglied vom ADAV, Afghanisch-Deutscher-Ärzteverein, Fortbildung und Unterstützung der Afghanen
im In - und Ausland.
Im Rahmen des Kooperationsvertrages der Universität Freiburg und Mazar/Afghanistan über mehrere Jahre Mitarbeit bei der Ausbildung afghanischer Psychiater in Psychosomatik und Psychotherapie.
Seit 2018 Zweigpraxis der psychotherapeutischen Praxis im Refugium, medizinische und psychosoziale Beratung und Koordinierung für Geflüchtete in Freiburg, als Clearing für weitere therapeutische oder medizinische Notwendigkeiten und Kriseninterventionen für Flüchtlinge mit Traumaerfahrung.

Michael Wirsching, Prof. Dr. med., Facharzt für Osychosomatische Medizin, Psychoanalytiker, Ärztlicher Direktor der Freiburger Psychosomatischen Uniklinik (1989-2016). Gründer des FFAK (1992), Auslandsbeauftragter der Uniklinik, Fachleiter von „Refugium - Medizinische und Psychosoziale Beratung und Koordinierung für Geflüchtete"
 

 

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Workshop 29. - 30.11.2019

Traumasensible Beratung

Dipl.Psych. Sabine Esch

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Lernziele und Inhalte
In diesem Workshop werden grundlegende Kenntnisse und Methoden dazu vermittelt, wie man die Beratung traumatisierter Menschen möglichst hilfreich und zugleich kräfteschonend gestaltet.

Die Workshopteilnehmer*innen erfahren, welche weitreichenden Folgen Traumatisierungen für die Betroffenen haben können – auf der Ebene des Körpers, der Gefühle, der Gedanken und für die Kontaktgestaltung zu anderen Menschen. Sie lernen insbesondere die Auswirkungen von Traumatisierung auf die basale Regulationsfähigkeit des Autonomen Nervensystems kennen und verstehen, warum ein adäquater beraterischer oder therapeutischer Zugang diese Ebene einbeziehen muss.

Es wird auf Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Traumatisierung eingegangen, vor allem auf typische Auswirkungen einmaliger traumatischer Ereignisse und sogenannter Entwicklungstraumata. Die Teilnehmer*innen lernen, Hinweise auf eine vorliegende Traumatisierung wahrzunehmen und einzuordnen. Sie reflektieren, mit welchen Arten von Traumatisierung sie in ihrer systemischen Berufspraxis überwiegend in Berührung kommen und welche Anforderungen dies an ihre Arbeit stellt.

Es werden hilfreiche Grundprinzipien und praktische „Werkzeuge“ für die Arbeit mit traumatisierten Klient*innen vermittelt, die für unterschiedliche Kontexte passen. Dazu gehören u.a.
• Selbstfürsorge als Berater*in
• Gestaltung eines für die Klient*innen möglichst sicheren Arbeitssettings
• Psychoedukation
• Methoden zur Unterstützung der autonomen und emotionalen Regulationsfähigkeit der Klient*innen („Stabilisierung“) – u.a. mit dem Ziel, dass auf „höhere“ Hirnebenen abzielende Interventionen überhaupt greifen können
• Bedeutung von Sprache: (Wie) Spreche ich mit dem/der* Klient*in über „Trauma“? Mit welcher Art von Sprache gewinne ich einen Zugang zu der wichtigen Ebene der Körperempfindungen?

Zielgruppe
Alle Interessent*innen, die in ihrem psychosozialen Arbeitsfeld mit dem Thema „Trauma“ konfrontiert sind und in diesem Bereich mehr Handlungssicherheit gewinnen möchten.

Zur didaktischen Vorgehensweise
Zur Unterstützung des Lernens wird im Workshop ein Wechsel zwischen theoretischem Input, Selbstreflexion bzw. Selbsterfahrungsanteilen und praktischen Übungen angeboten. Übergeordnetes Ziel ist, dass die Teilnehmer*innen sich aus einer neugierigen und professionellen Haltung heraus dem Thema „Trauma“ annähern können, um für sie Relevantes in ihr eigenes systemisches Anwendungsfeld zu integrieren. Aus diesem Grund wird darauf geachtet, dass kein zu intensiver Einstieg in potenziell stark belastende Themen erfolgt. Wegen des begrenzten Zeitrahmens wird außerdem nicht ausführlich auf einzelne, z.T. sehr detailliert ausgearbeitete Programme zur Traumatherapie eingegangen. Stattdessen verlassen die Teilnehmer*innen den Workshop im Idealfall mit Interesse am Thema sowie mit einer hilfreichen „Landkarte“, die ihnen anzeigt, welche Kenntnisse sie in Zukunft ihren persönlichen Bedarfen entsprechend erweitern möchten.

Dozentin
Sabine Esch, Diplom-Psychologin, Systemische Therapeutin (SG), Somatic Experiencing® Practitioner. Langjährige Tätigkeit in Psychologischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche im Leipziger Land und im Hochschwarzwald, davor Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen zurzeit in der Unterstützung hoch belasteter Familien mit und ohne Migrationshintergrund (v.a. der Mütter und heranwachsender Mädchen) sowie in der Zusammenarbeit mit und Schulung von Kooperationspartner*innen aus unterschiedlichen psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern.