Fort- und Weiterbildung 
in Paar- und Familientherapie / 
Systemischer Therapie

Traumasensible Beratung

Termin: 29. - 30.11.2019

Workshop mit Sabine Esch

Abstract

Lernziele und Inhalte

In diesem Workshop werden grundlegende Kenntnisse und Methoden dazu vermittelt, wie man die Beratung traumatisierter Menschen möglichst hilfreich und zugleich kräfteschonend gestaltet. 

Die Workshopteilnehmer*innen erfahren, welche weitreichenden Folgen Traumatisierungen für die Betroffenen haben können – auf der Ebene des Körpers, der Gefühle, der Gedanken und für die Kontaktgestaltung zu anderen Menschen. Sie lernen insbesondere die Auswirkungen von Traumatisierung auf die basale Regulationsfähigkeit des Autonomen Nervensystems kennen und verstehen, warum ein adäquater beraterischer oder therapeutischer Zugang diese Ebene einbeziehen muss.

Es wird auf Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Traumatisierung eingegangen, vor allem auf typische Auswirkungen einmaliger traumatischer Ereignisse und sogenannter Entwicklungstraumata. Die Teilnehmer*innen lernen, Hinweise auf eine vorliegende Traumatisierung wahrzunehmen und einzuordnen. Sie reflektieren, mit welchen Arten von Traumatisierung sie in ihrer systemischen Berufspraxis überwiegend in Berührung kommen und welche Anforderungen dies an ihre Arbeit stellt.

Es werden hilfreiche Grundprinzipien und praktische „Werkzeuge“ für die Arbeit mit traumatisierten Klient*innen vermittelt, die für unterschiedliche Kontexte passen. Dazu gehören u.a. 

  • Selbstfürsorge als Berater*in
  • Gestaltung eines für die Klient*innen möglichst sicheren Arbeitssettings
  • Psychoedukation
  • Methoden zur Unterstützung der autonomen und emotionalen Regulationsfähigkeit der Klient*innen („Stabilisierung“) – u.a. mit dem Ziel, dass auf „höhere“ Hirnebenen abzielende Interventionen überhaupt greifen können
  • Bedeutung von Sprache: (Wie) Spreche ich mit dem/der* Klient*in über „Trauma“? Mit welcher Art von Sprache gewinne ich einen Zugang zu der wichtigen Ebene der Körperempfindungen?

Zielgruppe

Alle Interessent*innen, die in ihrem psychosozialen Arbeitsfeld mit dem Thema „Trauma“ konfrontiert sind und in diesem Bereich mehr Handlungssicherheit gewinnen möchten. 

Zur didaktischen Vorgehensweise

Zur Unterstützung des Lernens wird im Workshop ein Wechsel zwischen theoretischem Input, Selbstreflexion bzw. Selbsterfahrungsanteilen und praktischen Übungen angeboten. Übergeordnetes Ziel ist, dass die Teilnehmer*innen sich aus einer neugierigen und professionellen Haltung heraus dem Thema „Trauma“ annähern können, um für sie Relevantes in ihr eigenes systemisches Anwendungsfeld zu integrieren. Aus diesem Grund wird darauf geachtet, dass kein zu intensiver Einstieg in potenziell stark belastende Themen erfolgt. Wegen des begrenzten Zeitrahmens wird außerdem nicht ausführlich auf einzelne, z.T. sehr detailliert ausgearbeitete Programme zur Traumatherapie eingegangen. Stattdessen verlassen die Teilnehmer*innen den Workshop im Idealfall mit Interesse am Thema sowie mit einer hilfreichen „Landkarte“, die ihnen anzeigt, welche Kenntnisse sie in Zukunft ihren persönlichen Bedarfen entsprechend erweitern möchten.

Dozentin

Sabine Esch, Diplom-Psychologin, Systemische Therapeutin (SG), Somatic Experiencing® Practitioner. Langjährige Tätigkeit in Psychologischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche im Leipziger Land und im Hochschwarzwald, davor Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen zurzeit in der Unterstützung hoch belasteter Familien mit und ohne Migrationshintergrund (v.a. der Mütter und heranwachsender Mädchen) sowie in der Zusammenarbeit mit und Schulung von Kooperationspartner*innen aus unterschiedlichen psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern.  

Kosten:          150 €

Termin
29.11.2019, 15.30 – 19:00 Uhr
30.11.2019, 09:00 – 18:00 Uhr

Ort:                Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Hauptstr. 8, 2. OG, 79104 Freiburg

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